Inbetriebnahme der Verwahrstellen (VWS)

Riegel und Waldkirch

Erstellt am 26.04.2021

Liebe Mitglieder der Kreisjägervereinigung Emmendingen,

im Folgenden das Schreiben des Veterinäramtes Emmendingen über die Inbetriebnahme der Verwahrstellen (VWS) im Umgang mit der „Afrikanischen Schweinepest“ in Riegel und Waldkirch

Für für Schwarzwild bestimmt 
es können aber auch Füchse in die dafür vorgesehenen Behälter abgegeben werden.

Als Jäger im Landkreis Emmendingen spielen Sie eine wichtige Rolle in der Überwachung und Bekämpfung von Tierseuchen, hier insbesondere der „Afrikanischen Schweinepest“. Um Ihnen die Möglichkeit zu geben hier auch aktiv mitzuarbeiten, hat sich der Landkreis entschlossen Entsorgungsmöglichkeiten für Schwarzwild sowie dessen Aufbruch und Schwarte in Form von Verwahrstellen zu schaffen. 

Am 18.01.2021 werden die ersten zwei Verwahrstellen für Schwarzwild im Landkreis Emmendingen geöffnet.

Diese befinden sich in den Straßenmeistereien:

Riegel Bild zu VWS Riegel
Im Oberwald 11, 79359 Riegel am Kaiserstuhl
Telefon: 07642 9072143

Waldkirch Bild zu VWS Waldkirch
Stahlhofstraße 1,
79183 Waldkirch
Telefon: 07681 4779880

in unmittelbarer Nähe der Unfallwildsammelstelle sowie der Fuchssammelstelle; s. Bilder.

Durch die Jagdausübungsberechtigten (JAB) kann Schwarzwild sowie dessen Aufbruch und Schwarte (Material) an den Verwahrstellen angedient werden.

Öffnungszeiten sind:

Montag bis Donnerstag:8:00h - 15:30h
Freitag: 8:00h - 13:00h

Nutzung der Verwahrstellen:

Die Verwahrstellen (VWS) sind zur Entsorgung von Wildschwein-Aufbruch sowie von gefallenen Wildschweinen. Es ist nicht notwendig den Aufbruch mit Wildursprungsmarken zu kennzeichnen. Jedoch ist ein Eintrag im bereit liegenden Buch (Lieferliste) notwendig, wer, wann, wo das Wildschwein erlegt hat bzw. ob es sich um Fallwild (Unfallwild) handelt.

Es ist nicht gestattet Aufbruch oder Fallwild von anderen Tierarten als Wildschweinen und Fuchs in der Verwahrstelle zu entsorgen!

Aufbruch anderer Tierarten kann weiterhin nach „waidmännischer“ Praxis entsorgt werden.

Beprobung der Wildschweinpopulation

Bezüglich Wildschweine läuft ein landesweites Monitoring Programm. Angedientes Fallwild ist unbedingt zu beproben. Probensets mit Anleitung liegen bei der VWS aus. Sollten Sie an der VWS eine Probe hinterlegt haben, so informieren Sie umgehend das Veterinäramt.

Durchführung der Probennahme, Bergung von Tierkörpern in seuchenfreien Zeiten/ außerhalb von Restriktionsgebieten:

Die JAB haben eine Meldepflicht für den Sonderfall des Auffindens von Fallwild. Des weiteren besteht eine Anzeigepflicht gegenüber dem Veterinäramt bei Anzeichen für den Ausbruch einer anzeigepflichtigen Tierseuche. Die Infektion mit dem ASP-Virus führt beim Schwarzwild zu sehr schweren, aber unspezifischen Allgemeinsymptomen wie Fieber, Schwäche, Fressunlust, Bewegungsstörungen und Atemproblemen. Nicht selten treten auch Durchfall und Blutungen auf. Erkrankte Tiere zeigen oft nur geringe Fluchtbereitschaft, wirken desorientiert und träge. Die Erkrankung betrifft alle Altersgruppen und Geschlechter und führt innerhalb von bis zu zwei Wochen bei infizierten Schweinen zum Tod.  Beim Aufbrechen deuten vergrößerte „blutige“ Lymphknoten, eine vergrößerte Milz und feine, punkt- oder- flächenförmige Blutungen in den Organen, der Haut oder der Unterhaut auf eine ASP Infektion hin. In der Lunge und den Atemwegen kann sich schaumiges Material befinden. Das Fehlen solcher Symptome schließt jedoch die ASP nicht aus.

Die ASP ist nicht auf den Menschen übertragbar.
Quelle: https://mlr.baden-wuerttemberg.de/Afrikanische-Schweinepest

Beprobung und Bergung von Unfallwild

Die Durchführung der Probennahme erfolgt durch den JAB oder durch Mitarbeiter des Straßenbaulastträgers. Eine Meldung an das Veterinäramt ist nicht erforderlich sofern eine Beprobung des Tierkörpers durchgeführt werden kann. Die Bergung und Entsorgung dieser Wildtiere, die auf der Straße liegen fällt in den Zuständigkeitsbereich des Straßenbaulastträgers.

Beprobung und Bergung von Fallwild

Verendet aufgefundene Wildschweine sind durch den JAB dem zuständigen Veterinäramt zu melden. Anschließend erfolgen Probennahme sowie Bergung und Beseitigung von Fallwild in Absprache mit dem Veterinäramt oder durch das Veterinäramt selbst. Ich bitte darum die JAB im Landkreis EM entsprechend über die Verwahrstellen und die Probennahme in Kenntnis zu setzen.

Konkreter Ablauf an den VWS (Anleitung VWS PDF:

Beim Andienen von Schwarzwild sowie dessen Aufbruch und Schwarte (Material) ist folgender Ablauf zu beachten:

Eintrag in die Lieferliste (s. Anhang) die auf dem Behälter liegt, denn dann sind die Hände noch sauber.

Ganze Tiere unbedingt auf ASP beproben. Einmalhandschuhe liegen aus. Probenset inkl. Anleitung liegen aus. Über hinterlassene Probensets das Veterinäramt informieren. Behälter aus der Kühlbox ziehen und Material OHNE Umhüllung einwerfen. Umhüllung in die bereitgestellten Müllbehälter werfen. Mit Desinfektionsmittel befüllter „Gartenspritze“ Anlieferungsbox etc. desinfizieren. Dabei anfallende Flüssigkeiten in den Behälter kippen. Ein Handwaschbecken befindet sich bei jeder VWS im Bauhof (Mitarbeiter des Bauhofs fragen).

Eine bebilderte Anleitung ist in der Anlage beigefügt und ist an den VWS ausgelegt. Sollte beim Andienen Material auf den Boden fallen, so bringen sie dieses bitte in den Behälter ein und desinfizieren anschließend den Boden mit der Desinfektionsspritze. Bitte achten Sie darauf, die VWS so zu verlassen, wie Sie sie vorgefunden haben. Sollten Sie bezüglich der VWS Fragen, Anregungen oder Wünsche haben, so wenden Sie sich bitte an das

Veterinäramt Emmendingen. Tel.: 07641-451-4400

Schon jetzt Danke ich Ihnen für Ihre Mithilfe in der Bekämpfung der ASP.

Bitte informieren Sie die Jagdausübungsberechtigten im Landkreis Emmendingen über die Eröffnung der Verwahrstellen für Schwarzwildaufbruch.
Aufgrund von Covid/Corona haben wir keine Eröffnung vor Ort mit Führung anberaumt, sondern haben uns für eine E-Mail entschieden. 
Falls weiter Fragen bestehen, sind wir gerne bereit die Verwahrstellen der Jägerschaft in kleinem Kreise vor Ort vorzuführen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Achim Laule 
Veterinäramt Emmendingen
Adolf Sexauerstr. 3
79312 Emmendingen

Tel. 076414514404
Fax: 076414514439

a.laule(at)landkreis-emmendingen.de
veterinaeramt(at)landkreis-emmendingen.de

Info-Schreiben

 

 

 

Zurück zur Übersicht