Jahreshauptversammlung 2019 in Denzlingen >>

mit ca. 150 Mitgliedern und Gästen sehr gut besucht! >>

  • Jahreshauptversammlung 2019

    Jahreshauptversammlung 2019

  • Grußwort Landrat Hanno Hurth

    Grußwort Landrat Hanno Hurth

  • KJM Elisabeth Keil, Gerhard Lochmann

    KJM Elisabeth Keil, Gerhard Lochmann

  • Ehrungen Mitglieder

    Ehrungen Mitglieder

  • Referent Prof. Dr. Pfannenstiel

    Referent Prof. Dr. Pfannenstiel

Erstellt am 29.03.2019

Unsere diesjährige Jahreshauptversammlung vom 22. März im Kultur- und Bürgerhaus in Denzlingen war mit ca. 150 Mitgliedern und Gästen sehr gut besucht.

Wie schon in den Vorjahren, wurde der Sektempfang vor Beginn der Versammlung rege zu informellen Gesprächen genutzt. Dank an die Parforcehornbläsergruppe, die auch diesen Veranstaltungsteil gekonnt umrahmt und aufgelockert hat.

 

In seinem Grußwort unterstrich Landrat Hanno Hurth die durchweg gute und bewährte Zusammenarbeit mit der Kreisjägervereinigung auf vielen Ebenen und überbrachte die Grüße der Landkreisverwaltung und des Kreistages. Er informierte anläßlich der unveränderten Bedrohung durch die afrikanische Schweinepest (ASP) von den im Aufbau befindlichen 7 Verwahrstellen im Landkreis, die bei einem Seuchenausbruch in Betrieb genommen werden.

 

Wie in den vorliegenden Berichten des Jahresrückblicks dargestellt, blickt die KJV auf ein sehr erfolgreiches Jahr mit vielen Neuerungen zurück und kann durch den im Kassenbericht erläuterten Mittelzuwachs auf einen erfreulichen Kassenbestand blicken.

 

Schatzmeister und Vorstand wurden jeweils einstimmig entlastet.

 

Ehrungen:

- Die Verdienstnadel des Landesjagdverbandes in Gold wurde von KJM Elisabeth Keil namens des Präsidiums des Landesjagdverbandes an Gerhard Lochmann für langjährige besondere Verdienste um das Jagdwesen verliehen.

- Für die langjährige Mitgliedschaft in der Kreisjägervereinigung Emmendingen e.V. wurden folgende Treueurkunden und Treuenadeln verliehen:

60 Jahre: Xaver Trenkle

50 Jahre: Helga Dirr, Hermann Haberstroh, August Joos, Richard Oehler

40 Jahre: Hermann Gerhart, Hubert Gerhart, Richard P. Gütermann, Hans Herr, Thomas Rist, Peter Willmann

25 Jahre: Nicolai Coers, Kurt Haas

Herzliche Glückwünsche und weiterhin viel Waidmannsheil wünschen wir seitens des Vorstands!

 

In seinem fast einstündigen, aufmerksam und mit viel Beifall verfolgten Vortrag präsentierte der weithin renommierte Biologe, Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse über historische, kulturelle, biologische, soziale und ökologische Entwicklungen und Hintergründe der Jagd.

Er zeigte u.a. auf, daß nach heutiger Kenntnis die natürliche Ernährung von Wildfleisch als Ziel der Jagd bereits in der frühen Entwicklungsgeschichte der Menschheit eine für das Überleben entscheidende Rolle gespielt hat und auf Grund der unveränderten menschlichen Biologie auch in der modernen Zeit mit ihren Wahlmöglichkeiten die Ernährung mit Fleisch als natürlich anzusehen ist.

Äußerst interessant waren auch seine fundierten Ausführungen über die erhebliche Rolle der Jagd für das Management der Wildarten, insbesondere auch am Beispiel der Populationsentwicklung des Wildschweins, wo nach aktuellen Berechnungen ohne das Engagement der Jäger ein zusätzlicher Zuwachs von mehreren Millionen Exemplaren noch unbeherrschbarere Schäden in der Kulturlandschaft verursachen würden.

Aufschlußreich waren auch seine fundierten Darstellungen der Wechselwirkungen zwischen limitierenden Habitaten und Jagd auf die Populationsdynamik der Tierarten, wonach wissenschaftlich eindeutig bewiesen sei, daß die vorgetragene Behauptung und Meinung, Jagd würde zum Anwachsen z.B. der Rotfuchs- oder Schwarzwildpopulationen führen, der Faktenlage absolut widerspricht und daher unhaltbar ist. So ist auch z. B. das ‚Einsperren‘ des Rotwildes als größte Wildart in unseren Breiten auf lediglich 2% der Landesfläche eine aus wildbiologischer und ökologischer Sicht schädliche und nicht nachzuvollziehende Regelung aus rein materiell-forstlichen und politischen Interessen.
Auch am Beispiel des ungewöhnlich starken Populationszuwachses der Wölfe auf aktuell wohl schon mehr als 1.000 Tiere und deren rasante Verbreitung in der Kulturlandschaft Deutschland zeigte er äußerst besorgniserregende Risiken und Prognosen auf und empfahl die rasche Aufhebung des nicht gerechtfertigten Schutzstatus, Aufnahme ins Jagdrecht und Management durch die Jagd.
 

Schließlich wies er auf die klare Rolle der Jäger als ‚jagende Naturschützer‘ hin, die nach seinen Feststellungen in der Praxis vor Ort mit den ‚nichtjagenden Naturschützern‘ zumeist sehr gut zusammenarbeiten und Differenzen, meist wegen ideologisch-politischerer Vorbehalte, zumeist nur im Verhältnis zu ‚Funktionären‘ auf höherer Verbandsebene und zu ausgesprochenen ‚Jagdgegnern‘ bestehen würden. Er empfahl im Hinblick auf die zunehmende Urbanisierung und Naturentfremdung der Menschen, einen intensiven Dialog auch mit diesen Gruppen zu führen.

 

Wie schon in guter Weise gewohnt, wurde die Veranstaltung, gekonnt und mit viel Beifall bedacht, von der kombinierten Bläsergruppe der Hegeringe unter der Leitung von Gert Volker Spies umrahmt.

 

Zum Abschluß wurde die vom Management des KuB freundlicherweise verlängerte Öffnungszeit des Restaurants 'Delcanto' rege für angeregte Unterhaltung und zur Stärkung vor der Heimfahrt genutzt.

 

Wir waren beim bewährten Team des KuB wieder hervorragend aufgehoben! Herzlichen Dank auch an dieser Stelle!

 

Die Badische Zeitung hat mit diesem Artikel am 26. März berichtet >>

 

Erstellt am 29.03.2019
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