Aktion Wildwarnreflektoren in Malterdingen! >>

Ein viel beachteter Beitrag zu Wildtierschutz und Verkehrssicherheit!

  • Bürgermeister Hartwig Bußhardt, HRL Stefan Roser

    Bürgermeister Hartwig Bußhardt, HRL Stefan Roser

  • HRL Stefan Roser

    HRL Stefan Roser

Die Badische Zeitung vom 5. April 2016:

MALTERDINGEN. Ein außergewöhnliches Geburtstagsgeschenk zum 1000-jährigen Bestehen des Dorfes nahm Bürgermeister Hartwig Bußhardt vom HRL Emmendingen, Stefan Roser, entgegen. 1,5 Kilometer Sicherheit für Kraftfahrer schenkte Roser der Gemeinde: An den Leitpfosten, die alle 50 Meter am Straßenrand aufgestellt sind, brachte er Wildreflektoren der modernsten Bauart an.

"Mit behördlicher Genehmigung und selbst finanziert", erzählte er während er die letzten Wildreflektoren anschraubt. "Fünf bis sechs Stunden Arbeit dauerte es schon, und ganz ungefährlich war die Arbeit auch nicht, da hier ja recht zügig gefahren wird."

Laut Hersteller sollen durch diese Wildreflektoren 80 Prozent aller Unfälle mit Schwarz- und Rehwild verhindert werden. Auf einer etwa 1,5 Kilometer langen Strecke der L113, die durch das Wolfental in Richtung Freiamt führt, wurden die Leitpfosten mit modernen Wildreflektoren ausgestattet, die bei Dunkelheit durch das Scheinwerferlicht eines Kraftfahrzeugs eine Art imaginären Zaum den Tieren vortäuschen und sie am Überqueren der Straße hindern.

"Wildtiere reagieren nur auf die reflektierte Farbe Blau", erklärt der Malterdinger Jagdpächter Stefan Roser." Besonders für Motorradfahrer erhöht sich die Sicherheit, sie erleiden bei Kollisionen mit Wild häufig schwere Verletzungen", ergänzt der Hegeringleiter der Jägervereinigung Emmendingen.

Im Gebiet Wolfental, Heimbach Hecklingen lebt eine etwa 22 Tiere starke Wildschweinrotte, die überwiegend nachts auf Nahrungssuche ist. Besonders im Sommer verstecken sich die Tiere vorzüglich in den überwiegend mit Mais bepflanzten Feldern. In den vergangenen Jahren kam es dort häufig zu Wildunfällen mit Wildschweinen. Hin und wieder wurde auch ein Reh angefahren, das schleppte sich stark verletzt in ein Gestrüpp und verendete dann qualvoll.

Allerdings, auf diesem Straßenstück wird es vorübergehend etwas ruhiger. Im Mai wird der Ausbau des letzten Stücks der L 113 in Malterdingen fortgesetzt.

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