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Verhalten nach dem Schuß und Wildfolge >>

Erstellt am 29.04.2019

Auch wenn es Ihnen verständlicherweise schwerfällt: Warten Sie deutlich länger als eine Zigarettenlänge, nämlich 10 Minuten, ruhig ab. In dieser Zeit bekommt das beschossene Stück die Möglichkeit in einiger Entfernung ins Wundbett zu gehen. Merkt es, dass es verfolgt wird, geht es nicht ins Wundbett, sondern flieht solange es kann. Stellen Sie nach diesen 10 Minuten bei der Anschussuntersuchung fest, dass alles für einen Kammertreffer spricht, warten Sie nochmals einige Zeit ab und gehen dann dem gut sichtbaren Schweiß hinter – aber Vorsicht: Nicht jeder Kammertreffer ist sofort tödlich! Deswegen die weitere Wartezeit, die jetzt bei gut 20 Minuten liegt.

 

Finden Sie das Stück allein oder mit Hilfe Ihres Hundes (an der Leine) nicht in den ersten 200 m nach dem Anschuss, brechen Sie ab, auch wenn Sie noch Schweiß finden. Es liegt dann mit Sicherheit eine erschwerte Nachsuche vor, für die Sie einen erfahrenen Nachsuchenhund brauchen.

 

Ergibt die Anschussuntersuchung einen Schuss durch das Gescheide (Magen- oder Darminhalt) einen Krell- oder Laufschuss (Knochensplitter) ist die Sache – und zwar bereits ab dem Anschuss - eine Aufgabe für einen Spezialisten.

 

Rufen Sie einen Nachsuchenführer der Nachsuchengruppe an und besprechen Sie mit ihm die Situation. Er wird versuchen Ihnen weiterzuhelfen. 

 

Die Nachsuchengruppe der KJV Emmendingen >> HIER KLICKEN!

 

Wildfolgevereinbarung für die Nachsuchenführer

 

Das Jagd- und Wildtiermanagementgesetz misst dem Tierschutz große Bedeutung bei, schafft aber keine hinreichende Wildfolgeerlaubnis. Unsere 3 vom Landesjagdverband anerkannten Nachsuchengespanne reichen für unseren Flächenlandkreis mit 77 km2 nicht aus. Wir haben deshalb die Nachsuchengruppe der KJV Emmendingen gegründet und um 5 Gespanne erweitert. Wir benötigen für diese 5 Gespanne eine schriftliche Wildfolgeerlaubnis, sonst ist an der Reviergrenze Schluss.

 

Wir bitten im Interesse einer waidgerechten Nachsuche alle Revierinhaber eine auf die ganze Nachsuchengruppe ausgedehnte Wildfolgeerlaubnis schriftlich zu erteilen und bedanken uns dafür.

 

Wildfolgevereinbarung zwischen Reviernachbarn

Die wenigsten Nachsuchen werden durch die  Nachsuchengespanne ausgeführt, weil sie regelmäßig erst nach Stunden zur Verfügung stehen. Das meiste machen wir selbst, weil Fuchs und Hase, aber auch Krähen sofort nachgesucht werden müssen. Die in § 39 JWMG dafür vorgesehene Erlaubnis genügt unseren Vorstellungen von Waidgerechtigkeit nicht. Wir empfehlen deshalb Reviernachbarn eine über das Gesetz hinausgehende, schriftliche Wildfolgevereinbarung untereinander zu treffen.

Erstellt am 22.06.2015
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